Am 1. Mai 2013 um 11 wird die erste Wechselausstellung im Seminarraum der neuen Gedenkstätte eröffnet.
Unter dem Titel »Gleichgeschaltete Heimat« präsentiert sie vor allem Fotos, Zeitungsausschnitte
und Karten zur Geschichte des Elzmündungsraums von 1933 - 1938. Verschiedene Stationen zeigen, wie das
politische Leben, aber auch der Alltag der Menschen von der Nazi-Ideologie immer stärker bestimmt und
durchdrungen wurde. Gleichschaltung und Ausgrenzung einerseits, Aufbruchhoffnung und Zustimmung
andererseits spiegeln sich in der Ausstellung wieder; diese vermittelt ein differenziertes Bild der
Epoche. Die Ausstellung ist bis zum 30 Juni zu den Öffnungszeiten der Gedenkstätte und nach Vereinbarung
zu sehen.
Flyer als pdf-Datei.
Ganz im Zeichen der 20jährigen Wiederkehr der Vereinsgründung stand die diesjährig Jahreshauptversammlung des Vereins
KZ-Gedenkstätte Neckarelz, deren Besucherliste über 30 Menschen zählte. Doch ehe man sich im zweiten Teil der
»Selbst-Erinnerung« an das zwanzigjährige heimatgeschichtliche Wirken des Vereins widmete, waren zunächst noch
die formalen Punkte der Jahreshauptversammlung abzuarbeiten.
Mosbach (dr). »Dieses flächendeckende Ausmaß an NS-Terror in unserem Land habe ich mir so nicht vorgestellt«,
sagte Manfred Kern, Abgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen im Stuttgarter Landtag, nach seinem Besuch in der KZ-Gedenkstätte
Neckarelz. Kern, der aus Schwetzingen stammt, ist kulturpolitischer Sprecher seiner Fraktion - und auch für die
Gedenkstätten in Baden-Württemberg zuständig.
In einer von mehreren Institutionen getragenen Gedenkfeier wurde der 1943 deportierten
sinti und Roma aus der Region gedacht.
Artikel RNZ als pdf-Datei.
Am 23. März des Jahres 1943 fährt vom Mosbacher Bahnhof ein Zug ab, frühmorgens, die Stadt schläft noch. Nach drei Tagen
Fahrt erreicht er am 25. März sein Ziel: die Rampe von Auschwitz. Seine Fracht wird abgeladen: Menschen aus dem Neckartal, dem
Odenwald und dem Bauland, die man »Zigeuner« nennt, Männer, Frauen und Kinder. Sie sollen nicht leben, gelten nach
der Ideologie der Nationalsozialisten als lebens-unwert. Nur wenige werden aus der Todesfabrik zurückkehren, für immer
gezeichnet.
»Volles Haus« im Seminarraum der KZ-Gedenkstätte am 27. Januar 2013: Mit einer Vortragsmatinée zum Thema "Die Zerstörung der kommunalen
Selbstverwaltung in Baden während der Zeit des Nationalsozialismus" eröffnete die Gedenkstätte nach der winterlichen Schließzeit das neue Jahr. 60
Interessenten waren zum Vortrag von Oberbürgermeister Oliver Ehret (Singen) gekommen, darunter zahlreiche kommunale Mandatsträger,
Bürgermeister sowie Ehrets Mosbacher Kollege Michael Jann.
Die KZ-Gedenkstätte bleibt an den ersten drei Januar-Sonntagen geschlossen. Besuche von Gruppen sind jedoch nach Anmeldung auch in diesem Zeitraum möglich.
Am Sonntag, dem 27. Januar 2013, dem Gedenktag für die Opfer der NS-Diktatur, beginnt die neue Öffnungs-Saison mit einer
Matinée- Veranstaltung. Oliver Ehret, Oberbürgermeister der Stadt Singen/Hohentwiel, hält einen Vortrag zum Thema »Die
Zerstörung der kommunalen Selbstverwaltung in Baden während der NS-Zeit«.
Flyer
Einen Sonntag davor, am 20. Januar, findet ein Ausbildungsseminar für neue Sonntags-LotsInnen statt.
Am 29. November 2012 hielt Paul Russmann, Referent der Ökumenischen Aktion »Ohne Rüstung Leben« und Gründungsmitglied der
Kritischen Aktionäre der Daimler-AG einen Vortrag zum Thema »Rüstungsproduktion und Rüstungsexporte in Deutschland«. Dabei
kritisierte er insbesondere, dass der Bundestag erst viel zu spät und außerdem unzureichend über die Ausfuhr von Rüstungsgütern
informiert werde.
Während der Advents- und Weihnachtszeit 2012 war die Gedenkstätte an den Sonntagen geschlossen. Einige Gedenkstätten-LotsInnen trafen
sich indes am Nachmittag des 2. Advent zu einem Erfahrungsaustausch. Dabei wurden erfreuliche, aber auch problematische Ereignisse des
abgelaufenen Jahres besprochen und auch Verbesserungsvorschläge für die Ausstellung und manche technischen Abläufe eingebracht.
»Könnt ihr in der KZ-Gedenkstätte 24 Jugendliche für zwei Tage empfangen – und können sie bei euch
eine sinnvolle Arbeit tun, die den Tag überdauert?« Diese Anfrage von Malte Dahme, Leiter eines
deutsch-italienischen Jugendprojekts der »Arbeitsstelle Frieden« der Badischen Landeskirche, wurde im
Winter 2011 von Dorothee Roos, der Vorsitzenden des Vereins KZ-Gedenkstätte Neckarelz, selbstverständlich positiv
beantwortet.
250 Flüchtlinge besichtigten mit dem Stuttgarter Arbeitskreis Asyl die KZ-Gedenkstätte Neckarelz.
Artikel RNZ als pdf-Datei.
Beeindruckt von den »europäischen« Aspekten der KZ-Gedenkstätte Neckarelz zeigte sich die bündnisgrüne
Europaabgeordnete der Metropol-Region Rhein-Neckar, Dr. Franziska Brantner, bei einem Besuch im Rahmen der
Europa-Woche.
Dass die Gedenkstätte eine europäische Geschichte erzählt, hat mit der Herkunft der Häftlinge aus über 25 europäischen Nationen zu tun. Diese Nationen bilden heute (mit Ausnahme Russlands) im Wesentlichen das Vereinte Europa. »Dass Europa auch ein Friedensprojekt war und ist, wird an einem solchen Ort mit allem Nachdruck deutlich«, sagte die junge Abgeordnete.
Am 16.10.2011 wurde mit einem Festakt die der Neubau der KZ-Gedenkstätte Neckarelz eingeweiht. Hierzu waren viele Überlebende
des KZ-Außenlagers angereist. Neben diesen waren Vertreter der Politik, Freunde und Förderer sowie viele Mitglieder des Vereins
KZ-Gedenkstätte e. V. zu Gast.
Mit rosa Granit wird der Opfer gedacht. Delegation aus Mosbach besucht das ehemalige KZ Natzweiler.
Die Landesstiftung Baden-Württemberg fördert die Ausstellung »Schule der Erinnerung« in der neuen
KZ-Gedenkstätte.
Hans Jürgen Klumb, Richard Lallathin, Dorothee Roos und Verena Unmüßig vom Verein KZ-Gedenkstätte Neckarelz nahmen am 65.
Kongress der französischen KZ-Überlebenden von Dachau teil. Er fand in diesem Jahr in Compiègne (ca. 100 km östlich von Paris)
statt. An diesem Ort bestand von 1941 bis 1944 ein großes Sammellager, in welchem vor allem politische Häftlinge aus ganz
Frankreich zusammengezogen wurden. Vom Bahnhof aus wurden sie dann nach Deutschland in verschiedene KZs deportiert.
Klicken Sie auf die Logos oder den Textlink, dann werden Sie zu den entsprechenden Seiten weitergeleitet.
http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de
http://ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm
http://leader.baden-wuerttemberg.de
Da die KZ-Gedenkstätte Neckarelz intensive Kontakte nach Frankreich pflegt, war es eines der Projekte des Jahres 2012,
die Ausstellung auch für französische Besucher zu erschließen. Deshalb haben Myriam Simon und Maryse Renner die
Erläuterungstafeln, Schubladen-Texte und Lebensgeschichten ins Französische übersetzt; diese Arbeit wurde von der
Landeszentrale für politische Bildung unterstützt.
Im ersten Halbjahr 2012 haben sich über zwanzig Schülerinnen und Schüler aus den weiterführenden Schulen des
Elzmündungsraums dafür gemeldet, Gruppen in der Gedenkstätte zu begleiten oder an den Öffnungs-Sonntagen die Aufsicht zu
übernehmen. Sie wurden vom Gedenkstätten-Team auf dieses Aufgabe vorbereitet; dabei verzahnten sich die
»theoretische« Ausbildung mit ersten praktischen Erfahrungen. Am 17. September bietet die Gedenkstätte im
Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung ein Rhetorik-Seminar für jugendliche Gedenkstätten-Lotsen
an.
Zu zwei Erinnerungsorten im Elsass reiste eine Gruppe des Vereins KZ-Gedenkstätte in den Pfingstferien. Auf dem
»Chemin de la Mémoire et des Droits de l'Homme« (Pfad der Erinnerung und der Menschenrecht), geschaffen von
französischen Ehrenamtlichen, näherte man sich dem Gelände des großen Konzentrationslagers
Natzweiler-Struthof.
Ende 2010 wurde in der Gipsgrube Obrigheim eine alte Kipplore aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges
gefunden. Sie befand sich an der Stelle, wo im Jahr 1944/45 KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter in der
unterirdischen Fabrik »Goldfisch« Flugzeugmotoren für Kampfflugzeuge herstellen mussten.
Am 16. Mai wurde die 2. Auflage des Buches Goldfisch und Zebra vorgestellt. Die Veranstaltung begann um 19 Uhr im Auguste-Pattberg-Gymnasium.
Sie können das Buch über den Buchhandel bestellen.
»Dieses Gespräch war ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer engen deutsch-französischen
Kooperation« - dies sagte Madame Valerie Drechsler, Direktorin der Gedenkstätte »Centre
Européen du Résistant Déporté - Le Struthof (CERD)« am Ort des ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler, am
Ende ihres Arbeitsbesuchs in Mosbach. Sie hatte sich dort Ende Oktober mit einem Arbeitskreis aus
Mitgliedern des Vereins KZ-Gedenkstätte unter Leitung der Vorsitzenden Dorothee
Roos getroffen.
Das Stammlager der »Neckarlager«, das KZ Natzweiler-Struthof in den Vogesen, wurde ab dem 5. September 1944 wegen der herannahenden Front evakuiert.
Die im Hauptlager noch anwesenden 6000 Häftlinge wurden fast alle nach Dachau gebracht.
Die linksrheinischen Außenkommandos, meist im Elsass, aber auch in Lothringen und im deutschen Moseltal gelegen, wurden aufgelöst.