Am Sonntag, dem 16. Oktober 2011 ist es endlich so weit: die neue KZ-Gedenkstätte Neckarelz wird an diesem Tag feierlich
eingeweiht. Im Mittelpunkt der Eröffnungsfeier um 11 Uhr in der Turnhalle der Clemens-Brentano-Grundschule stehen unsere
internationalen Gäste. Es haben sich insgesamt zwölf hoch betagte Überlebende der »Neckarlager« oder anderer
Außenkommandos von Natzweiler-Struthof angesagt, außerdem viele Familienangehörige der zweiten und der dritten Generation.
Zur schon traditionellen spätsommerlichen Wanderung auf dem Geschichtslehrpfad »Goldfisch« lädt der Verein KZ-Gedenkstätte Neckarelz für den letzten August-Sonntag am 28. 8. ein.
Der Pfad verbindet und erschließt die oberirdischen Überreste der unterirdischen Rüstungsfabrik mit dem Tarnnamen »Goldfisch«. Diese wurde im Frühjahr 1944 im Gipsstollen Obrigheim eingerichtet.
Am 25 Juni hatte die KZ-Gedenkstätte Neckarelz alle Menschen eingeladen, die einen symbolischen Baustein
in Form einer Holzlamelle erworben haben. Insgesamt gibt es 220 SpenderInnen, etwa die Hälfte davon kamen
zum Fest, das bei leider nicht ganz sommerlichem Wetter im Schulhof der Clemens-Brentano-Schule stattfand.
Architekt Andreas Lang war eigens aus Berlin angereist und umriss kurz die architektonische
»Sprache« der Lamellen.
Die beiden letzten Tage des Schuljahres nutzten zwei 8. Klassen der Realschule Obrigheim, um im Rahmen eines Projekts einige Stationen des Geschichtslehrpfads »Goldfisch« für Besucher wieder besser erkennbar zu machen.
Ein großes und spektakuläres Objekt der künftigen Ausstellung der Gedenkstätte ist inzwischen eingetroffen: im
ansonsten noch ganz leeren »Goldfisch«-Raum wurde ein
Original-Flugzeugmotor der Reihe DB 605 aufgestellt.
Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins KZ-Gedenkstätte Neckarelz, Arno Huth, erhält eine Auszeichnung für seine Forschungsarbeit zur Verfolgung der Sinti, Roma und Jenischen in der Region. Die Urkunde wird im Rahmen der Verleihung des Landespreises für Heimatforschung am 18.11. in Sulzburg (Südbaden) überreicht.
Seit dem 21. Juli 2010 ist die alte KZ-Gedenkstätte Neckarelz geschlossen. Die Umbauarbeiten für die neue Gedenkstätte sind mit dem Ferienbeginn angelaufen (mehr im Bautagebuch).
Nach wie vor können sich Gruppen für Begleitungen auf dem Geschichtslehrpfad »Goldfisch« in Obrigheim anmelden: (mehr zum Goldfischpfad).
- per eMail (vorstand@kz-denk-neckarelz.de)
- übergangsweise telefonisch unter 06261-4963 (Dorothee Roos)
- ab Mitte August telefonisch unter der gewohnten Nummer der Gedenkstätte 06261-670653.
Mit rosa Granit wird der Opfer gedacht. Delegation aus Mosbach besucht das ehemalige KZ Natzweiler.
Die Landesstiftung Baden-Württemberg fördert die Ausstellung »Schule der Erinnerung#&171; in der neuen
KZ-Gedenkstätte.
Hans Jürgen Klumb, Richard Lallathin, Dorothee Roos und Verena Unmüßig vom Verein KZ-Gedenkstätte Neckarelz nahmen am 65.
Kongress der französischen KZ-Überlebenden von Dachau teil. Er fand in diesem Jahr in Compiègne (ca. 100 km östlich von Paris)
statt. An diesem Ort bestand von 1941 bis 1944 ein großes Sammellager, in welchem vor allem politische Häftlinge aus ganz
Frankreich zusammengezogen wurden. Vom Bahnhof aus wurden sie dann nach Deutschland in verschiedene KZs deportiert.
Anfang April bekam die KZ-Gedenkstätte Neckarelz Besuch aus Luxemburg: Guy Halsdorf, Sohn des ehemaligen Häftlings Henri/Heiny Halsdorf, sah zum ersten Mal die Orte, von denen sein Vater oft erzählt hatte. Zusammen mit seiner Frau Christiane besuchte er Neunkirchen, Guttenbach, Binau und Neckarelz.
Henri Halsdorf, geboren 1919 im luxemburgischen Befort, in war einer der Häftlinge, der im Spätherbst 1944 mit der Kommandantur des Hauptlagers Natzweiler an den Neckar umzog (Verlagerung Natzweiler am Neckar).
Am Sonntag, dem 29. Januar 2012 lädt der Verein KZ-Gedenkstätte zu einem Tag der Offenen Tür in der neuen Ausstellung ein. Zwar wurde die Gedenkstätte bereits im Oktober 2011 eröffnet und hat schon einige Hundert Besucher empfangen. Allerdings war die Ausstellung bis zur offiziellen Eröffnung noch nicht ganz fertig geworden – in gewissem Sinn wird sie das vielleicht auch nie sein, weil es immer noch etwas zu ergänzen gibt…
Am Sonntag, dem 16. Oktober wird die neue KZ-Gedenkstätte eröffnet. Ab dem 23. Oktober steht sie jeden Sonntag Nachmittag von 15 bis 18 Uhr für das Publikum offen, die Öffnungszeiten verdoppeln sich also gegenüber früheren Zeiten.
Deshalb werden noch neue »LotsInnen« gesucht, die an den Sonntagnachmittagen die Aufsicht übernehmen. Sie werden in Seminaren aus- und fortgebildet.
Suchen Sie Informationen oder Berichte über unsere vergangenen Projekte, Begegnungen und Aktionen? – Dann besuchen Sie unser Archiv. Dort können Sie sich eine umfangreiches Bild über unsere vielfältigen Aktivitäten machen.
Ende 2010 wurde in der Gipsgrube Obrigheim eine alte Kipplore aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges
gefunden. Sie befand sich an der Stelle, wo im Jahr 1944/45 KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter in der
unterirdischen Fabrik »Goldfisch« Flugzeugmotoren für Kampfflugzeuge herstellen mussten.
Am 23. Juli 2011 kam es im auf dem Gelände des ehemaligen KZ Asbach (das großenteils auf Daudenzeller
Gemarkung lag) zu einer ungewöhnlichen Begegnung: Chrysllène Darbon aus dem französischen Jura, Tochter des
ehemaligen Asbacher KZ-Häftlings Alphonse Bongain, und ihr Mann Guy trafen den Daudenzeller Landwirt Walter
Volkert.
Am 16. Mai wurde die 2. Auflage des Buches Goldfisch und Zebra vorgestellt. Die Veranstaltung begann um 19 Uhr im Auguste-Pattberg-Gymnasium.
Sie können das Buch über den Buchhandel bestellen.
Buchpräsentation mit Helmuth Bauer am Gedenktag des 27.Januar 2011
Am 27. Januar, dem Gedenktag an die Opfer der NS-Diktatur, laden der Verein KZ-Gedenkstätte Neckarelz und das ver.di Bildungszentrum Mosbach um 20. 00 Uhr zu einer Buchpräsentation ins Bildungszentrum in Mosbach-Bergfeld (Am Wasserturm 1-3) ein.
Mitte Februar drehten die StudentInnen Nina Bogumil, Melanie Fütterer, Stephan Liebig, Robert Schadt und
Valentin Uhrmeister einen Film über die Geschichte der Neckarlager. Sie alle studieren im Fachbereich
»Online-Medien« an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mosbach.
»Dieses Gespräch war ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer engen deutsch-französischen
Kooperation« - dies sagte Madame Valerie Drechsler, Direktorin der Gedenkstätte »Centre
Européen du Résistant Déporté - Le Struthof (CERD)« am Ort des ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler, am
Ende ihres Arbeitsbesuchs in Mosbach. Sie hatte sich dort Ende Oktober mit einem Arbeitskreis aus
Mitgliedern des Vereins KZ-Gedenkstätte unter Leitung der Vorsitzenden Dorothee
Roos getroffen.
Das Stammlager der »Neckarlager«, das KZ Natzweiler-Struthof in den Vogesen, wurde ab dem 5. September 1944 wegen der herannahenden Front evakuiert.
Die im Hauptlager noch anwesenden 6000 Häftlinge wurden fast alle nach Dachau gebracht.
Die linksrheinischen Außenkommandos, meist im Elsass, aber auch in Lothringen und im deutschen Moseltal gelegen, wurden aufgelöst.