Jahreshauptversammlung und Vortrag von Michael Schmid

Dienstag, 27. Februar 2024

18:00 - Seminarraum der KZ-Gedenkstätte

Blick von der KZ-Gedenkstätte auf die Grundschule in Neckarelz - im Vordergrund: Modell des Schulgeländes als KZ

Zur Jahreshauptversammlung des Trägervereins der KZ-Gedenkstätte sind nicht nur Mitglieder eingeladen. Interessierte sind willkommen, wer möchte, kann auch erst beim zweiten Teil dazustoßen.
Denn der Abend besteht aus zwei Hälften:

A) „Klassische“ JHV mit folgendem Vorschlag zur Tagesordnung:
1. Aussprache zum Rechenschaftsbericht des Vorstandes (siehe S. 4,5,8)
2. Kassenbericht und Prüfbericht, danach  Aussprache
3. Entlastung des Vorstandes
4. Neufestsetzung der Vereinsbeiträge (letzte Festsetzung war 2001!)
5. Kurzer Ausblick auf 2024
6. Verschiedenes

- Pause bei Getränken und kleinem Buffet -

B)  „Das KZ-Außenlagerkommando Neckarelz. Ein Thema findet (s)einen Forscher“.  Vortrag von Michael Schmid, anschließend Gespräch
1983 gab der Mosbacher Student Michael Schmid seine Zulassungsarbeit zum KZ Neckarelz an der Uni Heidelberg ab; 1984 begann die „Aufklärungsarbeit“ des heutigen Ehrenmitglieds des Vereins in der Region. Er war der Pionier - ohne ihn gäbe es wohl keine KZ-Gedenkstätte. Wie kam es dazu? Wie fand Michael Schmid damals Quellen, Zeitzeugen, Unterstützung und Echo? Wie sahen  Probleme,  Wi-derstände aus? Eine Blende auf zwei mal vierzig Jahre – und ein Blick nach vorn. 

"Als die Zebras in die Schule gingen"

Samstag, 16. März 2024

15:00 - KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Auf der Liste des ersten Transports ins KZ Neckarelz I stand auch Dr. Werner Vogl. Foto: privat

In diesem Workshop soll nicht einfach Wissen vermittelt werden. Vielmehr geht es darum, im Jahr der 80. Wiederkehr der Eröffnung der "Neckarlager" Fragen an deren Geschichte zu stellen. Wichtige Quellen werden gemeinsam gelesen, bewertet und diskutiert - so werden die Teilnehmenden selbst zu Forschenden. 

Beispiele für solche Fragen könnten sein:

  • Warum wurde die Gipsgrube in Obrigheim als Standort für eine Rüstungsverlagerung ausgewählt?
  • Wie kam es, dass eine Schule zum KZ umgewandelt wurde?
  • Welche Informationen vermittelt eine Transportliste?
  • Was für Quellen gibt es noch - was ist, wenn sich Quellen widersprechen?
  • Warum werden gerade Häftlinge aus Dachau im März 2024 nach Neckarelz gebracht?

Die Leitung haben Arno Huth und Matthias Tholen, um Anmeldung unter vorstand(at)kz-denk-neckarelz.de wird gebeten.

Offene Türen in der Gedenkstätte

Sonntag, 17. März 2024

14:00 - Ausstellungsraum "KZ-Komplex Neckarlager"

Mitte März 1944 wurde als erster Bestandteil der später so genannten "Neckarlager" das Außenlager "Neckarelz I" in der Grundschule eröffnet. Das genaue Datum ist nicht bekannt, die Berichte und Transportlisten widersprechen sich in dieser Frage. Auf jeden Fall fand die Eröffnung zwischen dem 15. und dem 21. März 1944 statt.
80 Jahre später lädt die KZ-Gedenkstätte Neckarelz dazu ein, sich am Sonntag, dem 17. März 2024 selbst ein Bild zu machen. An diesem Tag steht das Schulgebäude als KZ-Standort im Fokus.
Dort wohnte auch die Hausmeisterfamilie Horber, die alles mitterlebte, was in den 12 Monaten der "KZ-Zeit" passierte. Es wird aber auch um Häftlinge gehen, die an diesem Tag nach Neckarelz kamen. Manche von ihnen gingen in die Neckarelzer Ortsgeschichte ein - wie z.B. Eduard Posert, der spätere Gründer der Gärtnerei auf dem Birkenhof, oder Dr. Werner Vogl, der Namensgeber des Weges am Schulgelände. 
Während der Öffnungszeit von 14 bis 17 Uhr wird es dazu kleine Präsentationen geben, jeweils um die "halbe" Stunde, also 14.30, 15.30 und 16.30. Der Eintritt ist frei.