Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewährleisten.

Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Letztlich befreiende Wirkung

Riesiges Interesse für Jennifer Teege und ihr Buch "Amon - mein Großvater hätte mich erschossen"

Jennifer Teege sprach viele Menschen an ...

Noch nie seit der Eröffnung der neuen KZ-Gedenkstätte kamen so viele Menschen zu einer Veranstaltung. Knapp 200 Interessierte wollten Jennifer Teege zuhören, die am 20. Januar 2019 ihr Buch „Amon – mein Großvater hätte mich erschossen“ vorstellte. Und zwar nicht, wie vorgesehen, in der Gedenkstätte, sondern in der Turnhalle der Clemens-Brentano-Grundschule, wohin das Publikum auf Bitte der Moderatorin Dorothee Roos rasch und reibungslos umgezogen war.
Nach der Veranstaltung zeigten sich die Zuhörerinnen zutiefst beeindruckt von der Autorin, die zunächst erzählte, wie die Entdeckung, die Enkelin des KZ-Kommandanten Amon Göth, des „Schlächters von Plaszów“ zu sein, ihr Leben aus der Bahn geworfen hat. Sie lässt die Leser  an der Entdeckung der Fakten teilhaben, die genau zu recherchieren unbedingt notwendig war. Doch dann schildert sie im Buch und auch als lebendige, klug formulierende Frau , was diese schmerzliche Entdeckung in ihr an Lernprozessen ausgelöst hat:  Ihr Blick auf die Welt, auf die Geschichte, die  Familie, die Erinnerung an die NS-Verbrechen hat sich komplett gewandelt.  Obwohl  und weil die Verbrechen des Großvaters gleichsam zu einem Teil ihres eigenen Lebens geworden sind, hatte die Beschäftigung mit und die Bearbeitung dieser Geschichte letztlich eine befreiende Wirkung -  ohne dass der Schrecken aufgehoben wäre.
Heute ruft Teege dazu auf, sich „toxischen“ Familiengeheimnissen zu stellen, ganz gleich, ob sie aus der NS-Zeit stammen oder anderer Natur sind. Diese Botschaft zu verbreiten ist ihre neue Lebensaufgabe geworden, das Echo, das sie findet, zeigt, dass es dafür viel Bedarf gibt.