Initiative "Denk.Mal Obrigheim" freut sich über Mit-Denkende

Das Erinnerungszeichen für die Sinti-Familie-Reinhardt soll in einem gemeinschaftlichen Prozess entstehen

Ein improvisiertes "Denkmal" für Familie Reinhardt beim ehemaligen "Zigeunerplatz". Foto: A.Lukas

Im  Juli 2023 hat der Obrigheimer Gemeinderat beschlossen, dass es ein Erinnerungszeichen für die Familie Reinhardt geben soll. Die 10köpfige Familie wurde im März 1943 vom Obrigheimer “Zigeunerplatz” weggeholt und vom Bahnhof Mosbach aus nach Auschwitz deportiert. Niemand kehrte zurück, alle Familienmitglieder wurden ermordet. 

Wie das Zeichen konkret aussehen soll, war zum Zeitpunkt des Beschlusses noch ganz unbestimmt. Ende 2024 hat sich eine Initiative gebildet, die einerseits in Archiven nach weiteren Quellen sucht, andererseits einen gemeinschaftlichen Denk.Mal-Prozess anstoßen möchte. Im März 2025 gab es unter dem Titel “Die drei Geigen der Familie Reinhardt” dazu eine erste Informations-Veranstaltung in der Realschule Obrigheim. Sie war sehr gut besucht und brachte weitere Spuren und Ideen. Nun geht es darum, die Ideen zu konkretisieren und auf eine Umsetzung zuzusteuern. 

Die Initiative lädt mit diesem Brief zum Mitmachen ein, Interessierte könnten unter der E-Mail-Adresse denk.mal.obrigheim(at)gmail.com Kontakt aufnehmen.