30 Jahre Landesarbeitgemeinschaft der Gedenkstätten

Landtagspräsidentin Mutherem Aras betonte überparteilichen Konsens bei der Unterstützung der Arbeit

Jubliläumsfoto - Rund um Landtagspräsidentin Aras gruppieren sich Vertreter:innen des Sprecherrates der LAGG, des Landtages und der Landesezentrale für politische Bildung

Erst waren es nur sechzehn - heute bilden über achtzig Gedenkstätten die “Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen”, kurz LAGG. Am 5. Juli feierte sie in Stuttgart ihr 30jähriges Bestehen - die KZ-Gedenkstätte Neckarelz war im Jahr 1995 unter den Gründungsmitgliedern. Zur LAGG gehören sowohl Stätten ehemaligen jüdischen Lebens wie Erinnerungsorte der NS-Verfolgung und des Widerstands. 
In den 90er Jahren beschlossen die bis dahin an ganz verschiedenen Orten durch bürgerschaftliches Engagement entstandenen Stätten, sich zu einem Netzwerk zusammenzuschließen. Es ging darum, sich wechselseitig zu stärken und gleichzeitig dem Land Baden-Württemberg als Ansprechpartner zu dienen. 
Denn zum 50. Jahrestag des Kriegsendes sollte es erstmals einen Haushaltstitel “Gedenkstättenförderung” geben. In nur einem Jahr wurden die dazu notwendigen Strukturen geschaffen: auf Seiten der Gedenkstätten die LAGG mit einem damals vierköpfigen Sprecherrat, auf Landesseite das Gedenkstätten-Referat bei der Landeszentrale für politische Bildung. Daraus hat sich seit 1995 eine vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit entwickelt. Sie geht weit über “Geldverteilung” hinaus und umfasst Beratung ebenso wie Seminare und Fachtagungen zu wissenschaftlichen, pädagogischen und politischen Themen. Alle Rednerinnen und Redner der Feierstunde bezeichneten die LAGG-Gründung als Glücksfall. 
Landtagspräsidentin Muhterem Aras dankte allen Engagierten vor Ort für ihren Einsatz und betonte, dass die Förderung der Gedenkstätten sich dem überparteilichen Konsens aller demokratischen Parteien verdanke - und dass dieser Konsens auch “felsenfest” weiterbestehe.