Für Demokratie und Menschenrechte - gegen rechte Geheimpläne

Fast viertausend Menschen zeigten Gesicht auf dem Mosbacher Marktplatz

So voll war der Mosbacher Marktplatz noch nie - Blick auf die Demonstrierenden vom Rathausturm. Foto: Thomas Kottal

Auch in Mosbach kamen mehr als erwartet - die Polizei zählte annähernd 4.000 Menschen bei der Demonstration "Für Demokratie und Menschenrechte", die am Abend dees 26. Januar auf dem Mosbacher Marktplatz stattfand.
Aufgerufen hatten die Jugendorganisationen der demokratischen Parteien, Dutzende von Organisationen und Gruppen der Zivilgesellschaft schlossen sich an.
Zwölf Reden und zwei Lieder - aus verschiedenen Perspektiven beleuchteten die Akteure, warum es notwendig ist, jetzt aufzustehen und für die Demokratie zu kämpfen. Besonders großen Beifall erhielten dabei der Oberbürgermeister der Stadt Mosbach, Julian Stipp, der Altenpfleger Ahmed Al-Sadooni sowie drei Schülerinnen aus der Geschichte-AG der Realschule Obrigheim.
OB Stipp erinnerte daran, dass auf demselben Marktplatz am 10. November 1938 die Kultgegenstände der Synagogie öffentlich verbrannt wurden. Ahmed Al-Adooni erzählte von seiner Flucht über das Mittelmeer im Jahr 2015 und seinem Ankommen im demokratischen Deutschland, das ihm zur Heimat geworden ist. "Es gibt niemanden, der nicht in diese Gesellschaft passt. Alle passen dahin!"
Die Schülerinnen berichteten, wie ihre Forschungen über den ehemaligen KZ-Häftling und späteren Bürgerrechtler Vinzenz Rose sie für die Bedeutung von Menschen- und Freiheitsrechten sensibilisiert haben. 
Das Schlusswort hatte Dorothee Roos vom Verein KZ-Gedenkstätte Neckarelz; sie analysierte die kürzlich aufgedeckten Deportationspläne von Vordenkern der Rechten. Ihre Rede kann hier nachgelesen werden.