Spätsommer-Wanderung auf dem Geschichtslehrpfad "Goldfisch"

Sonntag, 28. August 2022

15:15 - Treffpunkt Bushalt "Gardinenfabrik Obrigheim - 15.30 Beginn der Wanderung

Fundamentreste des ehemaligen Kesselhauses. Foto: Roos

Die traditionelle Spätsommerwanderung auf dem Lehrpfad „Goldfisch“ findet in diesem Jahr am Sonntag, dem 28. August statt. Der  Rundweg verbindet und erschließt die oberirdischen Reste der unterirdischen Fabrik mit dem merkwürdigen Tarnnamen, weitere Informationen zum Pfad finden Sie hier,

Treffpunkt für die Wanderung ist ab 15.15 Uhr an der Bushaltestelle „Gardinenfabrik Obrigheim“ an der Straße von Obrigheim nach Hochhausen, Start ist um 15.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Parkmöglichkeiten gibt es im Industriegebiet Obrigheim an der Neckarstraße - bitte nicht beim Pfad selbst parken! Der Pfad ist 2,5 km lang und nicht barrierefrei, die Wanderung dauert ca. zwei Stunden. Auch bei Sommerwetter wird festes Schuhwerk wird empfohlen; bei starkem Regen fällt die Wanderung aus.

Tag des offenen Denkmals - Motto "KulturSpur"

Sonntag, 11. September 2022

14:00 - 17:00 KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Ein "luftiger" Blick auf die Grundschule Neckarelz - einst KZ Neckarelz I - und die Gedenkstätte. Foto: Landesamt für Denkmalpflege

Das diesjährige Motto zum "Tag des offenen Denkmals" lautet "KulturSpur - ein Fall für den Denkmalschutz". Die KZ-Gedenkstätte Neckarelz steht an diesem Tag zur üblichen Öffnungszeit von 14 bis 17 Uhr allen BesucherInnen bei freiem Eintritt offen.
Als Zusatzangebot wird der Kurzfilm gezeigt, den das Landesamt für Denkmalpflege im Jahr 2018 über die Erinnerungsarbeit an der KZ-Gedenkstätte Neckarelz gedreht hat. Dieser Film  gibt auch Hinweise zum Projekt der archäologischen Erkundung des Lagergeländes in Asbach. Außerdem ermöglicht er einen Blick ins Innere des Schulgebäudes der Clemens-Brentano-Grundschule aus denkmalfachlicher Sicht.
Mithilfe von zwei VR-Brillen kann man zusätzlich kleine virtuelle "Reisen" zu nicht unmittelbar zugänglichen Orten der Neckarlager unternehmen. . 

"Mist - die versteht mich ja!"

Donnerstag, 27. Oktober 2022

19:00 - Aula des Berufsbildungswerks Mosbach, Neckarburkener Straße 8

Florence Brokowski Shekete ist 1967 in Deutschland geboren und bei einer Pflegemutter aufgewachsen. Als die Neunjährige im Jahr 1976 von ihren leiblichen Eltern mit nach Nigeria genommen wird, kann sie dort keine Wurzeln schlagen und kehrt 1979 allein nach Deutschland zur Pflegemutter zurück. Sie macht Abitur, studiert an der Uni Lüneburg und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Neben ihrer Arbeit als Lehrerin und bald auch Schulleiterin in Weinheim und Schwetzingen arbeitet sie als Beraterin für Interkulturelle Kommunikation. 
2013 wechselt sie ins Staatliche Schulamt Mannheim, dessen Leiterin sie schließlich 2020 wird.
In ihrer Autobiografie "Mist, die versteht mich ja!" erzählt sie ihr Leben und berichtet von der alltäglichen Diskriminierung, den sie wie alle Schwarzen Menschen in Deutschland erlebt hat. So wird sie auf einer Lehrerfortbildung von gut gebildeten Menschen als "Praktikantin aus Timbuktu" gesehen und angesprochen ...
Nach der Lesung aus der Autobiografie wird es an diesem Abend auch um die aktuellen Rassismus-Debatte(n) und um "Wege aus der Ausweglosigkeit" gehen: wie kann Verschiedenheit (diversity) von möglichst vielen Menschen als Bereicherung, ja Stärkung erfahren und so die negative Markierung gedreht werden?
Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem AK Bildungsgespräche Mosbach, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der KZ-Gedenkstätte Neckarelz.

Von "Goldfisch" zur Maschinenfabrik Diedesheim - Vortrag von Tobias Markowitsch

Sonntag, 27. November 2022

11:00 - Matinee in der KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Abtransport von Maschinen aus dem Stollen "Goldfisch" nach dem Krieg. Foto: NARA SC 226457

Was wird nach dem Zweiten Weltkrieg aus „Goldfisch“? Mit dieser Frage hat sich Tobias Markowitsch in seiner 2018 veröffentlichten Doktorarbeit beschäftigt. Darin zeichnet er nach, wie sehr der sich entwickelnde Kalte Krieg zwischen 1945 und 1947 in die Demontage der „Goldfisch“-Maschinen hineinwirkte. Denn diese Maschinen mussten an die Sowjetunion geliefert werden, da das 1944 verlagerte Daimler-Benz-Werk Ludwigsfelde/Genshagen nunmehr im sowjetischen Sektor lag.
Mit einem Restbestand von „Goldfisch“-Maschinen gründete Dr. Georg Wilhelm Reinhard dann im Mai 1947 die „Maschinenfabrik Diedesheim“ (MFD). Diese blieb zunächst, trotz äußerlicher Unabhängigkeit, nach wie vor eng mit dem Daimler-Konzern verflochten, sowohl personell als auch materiell. Nicht zuletzt durch diese Unterstützung entwickelte sich die MFD zu einem wichtigen Arbeitgeber in der Region.
75 Jahre nach der Gründung wird Tobias Markowitsch diese bis zu seiner Forschungsarbeit weitgehend unbekannten Zusammenhänge darlegen und ein Bild der wirtschaftlichen Entwicklung des Elzmündungsraums „nach Goldfisch“ zeichnen. Die Entwicklung hat Auswirkungen bis in die Gegenwart, da die MFD unter dem Namen "Hüller-Hille" nach wie vor besteht.

Klez'Amore: Zünd' an ein Licht!

Freitag, 16. Dezember 2022

20:00 - "fideljo" in der Johannes-Diakonie Mosbach, Neckarburkener Straße 18

Am Freitag, dem 16.12.2022 gastieren die Sängerin Ann-Kathrin Schneider (Walldürn)  und die Klezmer-Band "Klez´amore" (Würzburg)  im fideljo, dem Zentrum für Kultur und Begegnung in der Neckarburkener Str. 18. Das Konzert findet in Kooperation mit „Herz statt Hetze NOK" und der KZ-Gedenkstätte Neckarelz statt. Die Veranstaltung beginnt um 20:00 Uhr, Einlass in den Eventbereich wird ab 19:30 Uhr gewährt.

Zu hören sind Lieder, Gedichte und Geschichten zum jüdischen Chanukka-Fest und zur Advents- und Weihnachtszeit aus aller Welt.  Das Licht als Symbol der Erleuchtung und Hoffnung spielt in der jüdischen Kultur und Religion wie auch in der christlichen Tradition eine zentrale Rolle.

Dies zeigt sich in den zeremoniellen Handlungen beim Anzünden des Chanukka-Leuchters, der Adventskerzen oder der Lichter am Weihnachtsbaum. Nach wie vor werden dazu Lieder gesungen, die Erinnerungen an Kindheit und Gemeinschaft wecken. Im Konzert stehen sich diese Lieder gegenüber, erlebbar wird die Verschiedenartigkeit auf der Suche nach den gemeinsamen Wurzeln.

Damit möchten die Musiker*Innen die Friedensbotschaft neu beleben, Menschen an ihre Gleichheit in der Individualität erinnern. Damit bekunden sie Solidarität mit allen Menschen und stellen sich gegen Krieg, Rassismus und Antisemitismus in dieser bedrohten Welt.

Tickets im fideljo, bei der Touristik-Info Mosbach oder im Online-Ticketing.