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Zu Gast: Zeitzeuge Pierre Dawance

Ein nachbarschaftlicher Besuch von Verantwortlichen der KZ-Gedenkstätte Kochendorf brachte erstmals den Zeitzeugen Pierre Dawance nach Neckarelz

Die Besucher aus Kochendorf im Offenen Raum der Gedenkstätte. Links Pierre, rechts Patrick Dawance. Foto: Detlef Ernst

Seit vielen Jahrzehnten besuchen Überlebende des Außenlagers Kochendorf die Stadt Bad Friedrichshall. Der letzte, der noch reisen kann, ist Pierre Dawance aus Charenton. Da Corona 2020  keine Gedenkfeier in Kochendorf zuließ, stellten die Verantwortlichen von Miklos-Klein-Stiftung und Stadt ein Besuchsprogramm zusammen, darunter einen Ausflug zur Gedenkstätte Neckarelz.
Hier klärten sich im Raum „Natzweiler am Neckar“ für den Gast einige Fragen zum Thema Außenlager-System und Kommandan-tur-Verlagerung. Insgesamt zeigten sich Pierre Da-wance und sein Sohn Patrick sehr angetan von der Ausstellung – ein Besuch der Gesamtfamilie wird schon geplant.

Pierre Dawance wurde 1924 geboren und als Résistance-Mitglied mit dem letzten Sammeltransport aus Nordfrankreich („Train de Loos“) am 1. September 1945 nach Deutschland verschleppt. Die  872 Deportierten dieses Zuges wurden auf 9 verschiedene Stammlager und 36 Außenlager verteilt und weiterverteilt. Der 19jährige Pierre Dawance kam über Räumkommandos in Köln und Mülheim ins Lager Sachsenhausen und von dort am 1. Okto1944 ins Außenlager Kochendorf. Dort schuftete für die Rüstungsfirmen untertage im Salzbergwerk. Am Kriegsende überlebte er den Todesmarsch nach Dachau und wurde dort am 29. April 1945 befreit.

2017 ehrte ihn die Stadt Bad Friedrichshall für sein  Engagement für Versöhnung und die deutsch-französische Freundschaft