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Viele Zuhörer - Lebhafte Diskussion

Vortrag von Arno Huth zum KZ-Außenlager Neckarbischofsheim

Arno Huth biem Vortrag - leicht "gezeichnet" vom projizierten Lager-Plan. Foto: Jürriens

Das KZ-Außenlager Neckarbischofsheim, eröffnet im Herbst 1944, lag zu großen Teilen auf Waibstadter Gemarkung. Deshalb fand der Vortrag von Arno Huth zum 75. Jahrestag der Lagergründung in der Realschule Waibstadt statt. Im gleichen Raum hatten SchülerInnen der Realschule eine Fotodokumentation zu den zahlreichen Projekten der AG "Judentum im Kraichgau" der letzten Jahre aufgebaut.
Das Lager Neckarbischofsheim beherbergte allerdings nur sehr wenige jüdische Häftlinge, die große Mehrzahl ihnen war aus politischen Gründen inhaftiert. Aufmerksam verfolgten die ca. 50 ZuhörerInnen den Stationen der Lagergeschichte, die Huth nachzeichnete. Aus einem Neckarelzer Arbeitskommando zum Aufbau von Unterkünften für Daimler-Arbeiter entwickelte sich ab Oktober 1944 ein selbständiges kleines Lager, in dem die Häfltinge auch schliefen. Die geplanten 1.000 Schlafplätze, bestimmt für Arbeiter der unterirdischen Fabrik "Goldfisch" in Obrigheim, wurden indes nie vollendet.
Huth streute in seinen Vortrag zahlreiche Lebensgeschichten und biografische Zeugnisse ehemaliger Häftlinge aus verschiedenen Nationen ein, so dass sich ein plastisches Bild der Verhätlnisse ergab. 
Die anschließende lebhafte Diskussion bewegte sich bald vom eigentlichen Vortrag weg und berührte grundsätzliche Probleme der Erinnerungskultur. Es waren auch scharfe Töne dabei, doch konnten die kritischen Töne zumeist auf eine sachliche Ebene überführt werden.
Der Journalist Berthold Jürriens schrieb dazu einen ausführlichen Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung, der mit seiner Erlaubnis hier abgedruckt ist.