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Erinnerungskultur und Umgang mit Fremden

Seltene Gäste in der KZ-Gedenkstätte: am 15.3.2019 besuchte eine japanische Studentengruppe aus Nagoya die KZ-Gedenkstätte Neckarelz. Themen ihrer 10tägigen Exkursion waren die NS-Zeit und die Erinnerungskultur in Deutschland, aber auch das aktuelle Thema der Aufnahme und Integration von Geflüchteten in der Bundesrepublik, unter dem Titel: „Wie muss man mit Fremden umgehen?“
Begleitet wurden sie von der Universitätsdozentin Tomoko Okochi sowie einigen TutorInnen des Ostasien-Instituts in Heidelberg. Auf ihrer Reise hatten sie das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die KZ-Gedenkstätte Ravensbrück, das Dokumentrationszentrum der Sinti und Roma in Heidelberg und eben auch die KZ-Gedenkstätte Neckarelz besucht.

In Neckarelz waren die StudentInnen vor allem von der Möglichkeit angetan, sich selbst auf die Spur der Geschichte zu machen. Dank der Ordner in englischer Sprache, die alle Texte der Ausstellung enthalten, wird auch für ausländische Besucher ein „entdeckendes Lernen“ möglich. Neu waren für die meisten das System der Außenlager und die Tatsache, dass den nur 22 KZ- Stammlagern wie Dachau, Buchenwald oder auch Ravensbrück bis zu 1.200 Außenlager gegenüberstanden.
Leider ließ die knappe Zeit in Neckarelz keine vergleichende Diskussion über die Erinnerungskulturen in japan und Deutschland zu – doch wird dies sicherlich die Gruppe nach der Rückkehr in die Heimat noch beschäftigen.