Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewährleisten.

Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Häftlinge als Facharbeiter und ein KZ-Kommandant aus Mosbach

Das KZ Plaszow auf dem Krakauer Stadtgebiet. Foto: wikicommons

Die Beziehungen zwischen dem KZ Krakau-Plaszow und dem Außenlager Neckarelz bzw. der Region Mosbach waren am 24. Febraur 2019 das Thema eines Vortrags von Arno Huth.
Im ersten Teil schilderte er anhand vieler Einzelgeschichten das gemeinschaftliche Schicksal von 50 jüdischen Häftlingen mit Elektroberufen, die Anfang September 1944 von Plaszow über das Langer Natzweiler nach Neckarelz gelangt waren. Sie stellten im Lager Neckarelz eine doppelte Minderheit dar. Denn jüdische Häftlinge waren dort selten: nur 150 Männer von 5.200 Häftlingen finden sich als „Juden“ in den Listen eingetragen. Auch kam es fast nie vor, dass KZ-Häftlinge wegen ihrer beruflichen Qualifikation angefordert wurden. Doch im Spätsommer 1944 bedrohte der Mangel an Elektrikern den Baufortschritt der Firma „Goldfisch“. Diese Tatsache rettete den meisten der aus Plaszow überstellten Fachleute das Leben.
Im zweiten Teil stellte der Referent den ersten Kommandanten des KZ Plaszow Franz Joseph Müller vor, der im Rahmen von Huths Recherchen über die Häftlinge immer mehr in seinen Fokus gerückt war. Der unmittelbare Vorgänger des durch den Film „Schindlers Liste“ weltbekannten Amon Göth stammte aus Mosbach; dort wurde er auch 1961 vor dem Landgericht wegen vielfachen Mordes angeklagt und verurteilt. Huth gab einen ersten Forschungsbericht und stellte eine Buchveröffentlichung über Müller in Aussicht. Doch zuvor müssen noch weitere Quellen ausgewertet und möglicherweise auch Zeitzeugen befragt werden – die Reaktion der zahlreichen ZuhörerInnen zeigte, dass sie darauf mit Spannung warten.

Lesen Sie hier den Bericht der RNZ vom 11.3.2019