Januar⁄Februar 2010
Bauantrag soll Ende Februar eingereicht werden
Die Planungen für das Umbauprojekt der neuen Gedenkstätte laufen auf Hochtouren. Ende Februar soll der Bauantrag eingereicht werden, aller Voraussicht nach für beide Stockwerke gleichzeitig. Dabei ist für das Sockelgeschoss die Stadt Mosbach als Bauherrin verantwortlich. Das Erdgeschoss samt Lamellenzaun liegt in der Verantwortung des Vereins. Baubeginn soll in den Sommerferien 2010 sein.
Arno Huth: »Verfolgung der Sinti, Roma und Jenischen im ländlichen Raum des Kraichgaus, des
Neckartales, des Elztales und des Baulandes«.
Die Dokumentation ist zweiteilig angelegt: zunächst geht um Menschen aus der Region, die der Minderzeit der »Zigeuner« zugerechnet wurden. Behördlicherseits gab es eine lange Tradition, diese Menschen zu »erfassen« – in der NS-Zeit bekam das Wort tödliche Bedeutung.
Präsentation der Dokumentation von Arno Huth "Die Verfolgung der Sinti, Roma und Jenischen in den ländlichen Räumen des Kraichgaus, des Neckartales, des Elztales und des Baulandes" (in Zusammenarbeit mit dem Neckar-Odenwald-Kreis).
Das Stammlager der »Neckarlager«, das KZ Natzweiler-Struthof in den Vogesen, wurde ab dem 5. September 1944 wegen der herannahenden Front evakuiert.
Die im Hauptlager noch anwesenden 6000 Häftlinge wurden fast alle nach Dachau gebracht.
Die linksrheinischen Außenkommandos, meist im Elsass, aber auch in Lothringen und im deutschen Moseltal gelegen, wurden aufgelöst.
Seit Sommer 2007 ist die KZ-Gedenkstätte Neckarelz OHNE HAUS. Das kleine alte Museumsgebäude
musste wegen Bauschäden abgerissen werden. Derzeit ist die AUSSTELLUNG in einem Klassenzimmer
der direkt benachbarten Comenius-Förderschule untergebracht - in verkleinerter und verdichteter
Form. Nach wie vor können Gruppen empfangen werden, die erfolgreiche pädagogische Arbeit geht
weiter.
Informieren Sie sich auf den folgenden Seiten über das Bauprojekt.
»Dieses Gespräch war ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer engen deutsch-französischen
Kooperation« - dies sagte Madame Valerie Drechsler, Direktorin der Gedenkstätte »Centre
Européen du Résistant Déporté - Le Struthof (CERD)« am Ort des ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler, am
Ende ihres Arbeitsbesuchs in Mosbach. Sie hatte sich dort Ende Oktober mit einem Arbeitskreis aus
Mitgliedern des Vereins KZ-Gedenkstätte unter Leitung der Vorsitzenden Dorothee
Roos getroffen.
Mosbach (dr). Auf Einladung der Stadt Mosbach und der Landeszentrale für politische Bildung
war am 2. Juli ein hochkarätiges, international besetztes Expertengremium aus Wissenschaft und
Gedenkstätten in der KZ-Gedenkstätte Neckarelz zu Gast. Oberbürgermeister Michael Jann und der
Fachbereichsleiter des Gedenkstättenreferats der Landeszentrale, Konrad Pflug, begrüßten die
Gäste.
Bürgerstiftung unterstützt die ehrenamtliche Arbeit des KZ-Gedenkstätte Neckarelz e.V.
Mehr als 20.000 Besucher nahmen bisher die Informations- und Bildungsangebote des Vereins
KZ-Gedenkstätte Neckarelz in Anspruch. Seit mehr als 10 Jahren leisten dort Ehrenamtliche vorbildliche
Arbeit gegen das Verschweigen, Vergessen und Verdrängen von NS-Vergangenheit: als Träger der
KZ-Gedenkstätte, durch Pflege des Kontakts zu Zeitzeugen und deren Familien, durch Ausrichtung von
Veranstaltungen und durch Aufklärung gegenüber den Gefahren von Rechtsextremismus, Rassismus und
antidemokratischen Bestrebungen.
Kunstaktion »Ein Stück Geschichte«
Die Gemeinde Neckargerach veranstaltete in Kooperation mit dem KulturHaus
Neckargerach.ein Gedenkwochenende zur Förderung der Baumaßnahmen der
KZ-Gedenkstätte Neckarelz.
Als besondere Gäste des Gedenkwochenendes waren eingeladen, der ehemalige Zwangsarbeiter Zeno Buratto aus Italien als Zeitzeuge und Dorothee Roos, Vorsitzende der KZ-Gedenkstätte Neckarelz.