Jahreshauptversammlung 2022 des Vereins

Montag, 27. Juni 2022

18:00 - Auf der Wiese hinter der Gedenkstätte - unter den Nussbäumen

Die Jahreshauptversammlung des Vereins KZ-Gedenkstätte Neckarelz beginnt um 19 Uhr. Zuvor, ab 18 Uhr, besteht die Möglichkeit, sich zwanglos zu treffen, sich kennenzulernen und auszutauschen - bei Getränken und einem kleinen Snack. Eingeladen sind Mitglieder, FreundInnen und Interessierte. Bei schönem Wetter finden sowohl der Vorab-Treff als auch die JHV selbst im Freien statt: unter den Nussbäumen auf der "Elzseite" der Gedenkstätte. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung unter vorstand(at)kz-denk-neckarelz.de gebeten.
Die Tagesordnung zur JHV finden Sie hier.

Erinnerungskultur und Europäische Kulturhauptstadt

Samstag, 02. Juli 2022

08:15 - Abfahrt Bahnhof Neckarelz zur zweitägigen Exkursion nach Thil und Esch-sur-Alzette

Esch-sur-Alzettte: Europäische Kulturhauptstadt 2022 Foto: SWR

Eine der europäischen Kulturhauptstädte des Jahres 2022 ist die luxembergische Universitätsstadt Esch-sur-Alzette. Neben Kaunas in Litauen und Novi Sad in Serbien möchte die zweitgrößte Stadt Luxemburgs durch Ausstellungen und Events ein internationales Publikum anziehen.
Der Stadtraum "Esch 2022" ist dabei grenzübergreifend: der obere Teil des Alzette-Tals liegt in Frankreich, die eigentliche Stadt Esch, früher ein Zentrum der luxemburgischen Schwerindustrie, nur ein paar Kilomter entfernt in Luxemburg.

Was nur wenige wissen: auf dem großflächigen Gebiet von "Esch 2022" liegen zwei ehemalige Außenlager-Orte des Konzentrationslagers Natzweiler. Deshalb bietet die KZ-Gedenkstätte Neckarelz am 2.und 3. Juli eine Exkursion an, die einen Besuch der Lagerorte mit dem Eintauchen in die quirlige Kulturhauptstadt verbindet.
Zwei hochkarätige, speziell auf die Gruppe zugeschnittene Führungen in Thil (Meurthe-et-Moselle) und im Musée de la Résistance in Esch bilden dabei die Höhepunkte.

Das genaue Programm und die Preise finden Sie hier - um rasche Anmeldung wird gebeten.

"Unrecht und Widerstand" - Sinti und Roma zwischen Trauma und Selbsthauptung

Dienstag, 19. Juli 2022

20:00 - Kinostar-Filmwelt Mosbach-Neckarelz, Bahnhofstraße 1

Romani Rose mit Simone Veil, Präsidentin des Europa-Parlaments, bei einer Kundgebung in Bergen-Belsen 1979. Foto: gfbv

Im Jahr 1970 dreht der deutsche Dokumentarfilmer Peter Nestler (geb. 1937) unter dem Titel „Zigeuner sein“ einen der ersten Filme  über die Situation der Sinti und Roma in Deutschland. 50 Jahre später begibt sich der inzwischen nach Schweden Ausgewanderte nochmals auf Spurensuche bei der Minderheit. Entwicklungen sollen aufgezeigt, der Kampf um Bürgerrechte dokumentiert werden. Herausgekommen ist ein Film in zwei Teilen, beide 115 Minuten lang. Am 25. Juli 2022 werden sie auf 3SAT gezeigt.
In Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte präsentiert das kinostar-Programmkino am 19. Juli eine Preview des ersten Teils. Daran schließt sich ein Nachgespräch mit Dieter Reifarth von strandfilm an. Er hat den Film produziert und schreibt dazu: 

„Eine Erzählung vom Mut und der Entschlossenheit Einzelner, die sich verzweifelt wehrten. Und die leidvolle Geschichte einer Minderheit zwischen Trauma und Selbstbehauptung … Der Film beschreibt den langen Weg aus der Rechtlosigkeit und Diskriminierung in die Bürgerrechtsbewegung. In dessen Zentrum steht Romani Rose, seine Familie, seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Deren unermüdliches Engagement zeugt von Zivilcourage und Bürgersinn, vom entschiedenen Eintreten für das Miteinander diverser Kulturen und von zukunftsweisendem Demokratieverständnis.“

Eine Sequenz des Films ist in der KZ-Gedenkstätte Neckarelz enstanden, ein Interview mit Romani Rose zur Flucht seines Onkels Vinzenz, KZ-Häflting in Neckarelz, in der Gipsgrube Obrigheim gedreht worden.