Am Freitag, dem 24. Oktober haben die Bürgermeister der Städte und Dörfer des Neckar-Odenwald-Kreises einstimmig beschlossen, dass sich alle 27 Gemeinden an der »Lamellen-Aktion« der KZ-Gedenkstätte beteiligen. Das heißt, dass jede Gemeinde eine Lamelle und damit ein wichtiges Bauelement der neuen Gedenkstätte erwirbt.
Durch diese Aktion wächst das Baukonto des Vereins um eine erfreuliche Summe an. Doch das ist nur die Hälfte der guten Nachricht. Ebenso wichtig ist, dass damit die Gemeinden ein Stückchen der Erinnerung an ein dunkles Kapitel der Geschichte der Region mittragen. Darunter sind Orte, die direkt vom »KZ-Komplex« berührt waren, wie Neckargerach, Binau, Obrigheim oder Neunkirchen, aber auch viele andere, die mit der Firma »Goldfisch« und den dazu gehörigen Einrichtungen nicht direkt zu tun hatten.
Dieser Beschluss des Gemeindetags NOK hat damit große Signalwirkung und Ausstrahlungskraft: sie macht öffentlich kund, dass die Bearbeitung des »KZ-Komplexes« (der ja eine konkrete und eine psychische Bedeutung hat) eine gemeinsame Aufgabe für alle darstellt. Dabei zielt die Aktion in die Zukunft - es geht darum, wachsam zu sein gegen neue Gefahren von recht, auch und gerade in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen.
In einem Schreiben dankte die Vorsitzende des Vereins, Dorothee Roos, den Bürgermeistern und auch den Ideengeber der Aktion, Landrat Dr. Achim Brötel und Kreisrat Walter Posert.
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