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Kreative Fotos von SchülerInnen des APG

Freitag, 07. Dezember 2018

18:00 - Eröffnung im Unterer Rathaussaal Mosbach - Ausstellung am 8. und 9.12.2018 von 9 - 18 Uhr geöffnet.

Bunter Kontrast auf dem Lehrpfad "Goldfisch". Foto: Rebekka Jacoby

Wie kann man Überreste von ehemaligen KZs fotografieren - und dabei den eigenen Standpunkt zur Geschichte mit ins Bild hineinnehmen? So dass die Fotos nicht mehr nur "objektiv" abbilden, sondern zu subjektiven Zeugnissen einer persönlichen Auseinandersetzung werden? Dieser Frage stellten sich im Herbst/Winter 2017/18 Schülerinnen des Auguste-Pattberg-Gymnasiums Neckarelz.
Sie machten sich mit Handys und Kameras auf die Spuren der sechs "Neckarlager" und des Geschichtslehrpfades Goldfisch.
Die spannenden Ergebnisse sind am Wochenende des 2. Advent im Mosbacher Rathaus zu sehen, die Fotos werden im Rahmen der alljährlichen Dezember-Ausstellung der historisch arbeitenden Vereine und Einrichtungen gezeigt.

Extrem rechten Strukturen auf der Spur - in der Region und in der Musik

Samstag, 12. Januar 2019

17:00 - KZ-Gedenkstätte Neckarelz, Seminarraum im Untergeschoss

Timo Büchner, sicherlich der beste Kenner des Rechtsextremismus der weiteren Region, ist im Odenwald kein Unbekannter. Die Rhein-Neckar-Zeitung hat seine beiden letzten Recherche-Werke in größeren Artikeln vorgestellt. Wer sie genauer kennenlernen und sich vor allem mit dem Autor austauschen möchte, ist herzlich eingeladen.
Am 12. Januar um 17 Uhr stellt Büchner im Seminarraum der KZ-Gedenkstätte Neckarelz zunächst die neue Auflage seiner Broschüre "Organisierte rechte Strukturen zwischen Tauber, Kocher und Neckar" vor. Sie listet in einer zehnseitigen Chronik Straf- und Gewalttaten der extrem rechten Szene zwischen 2013 und 2018 auf - wohlgemerkt, keine Veranstaltungen oder Demonstrationen, sondern Straftaten:  von Beleidigung bis Brandstiftung. Außerdem enthält sie kurze Artikel zur NPD, zur AfD, zum Studienzentrum Weikersheim, zur Bewegung "Hohenlohe wacht auf" und weiteren Organisationen.
Im zweiten Teil steht Büchners Buch "Weltbürgertum statt Vaterland - Antisemitismus im RechtsRock" im Mittelpunkt. Dort hat er untersucht er, welche altbekannten antisemitischen Vorurteile in neuem Gewand - und häufig verschlüsselter Form - in Konzerten und CDs der rechten Musikszene auftauchen. Diese Art Musik ist für junge Leute häufig die "Einstiegsdroge" in rechte Subkulturen - deshalb sollten alle sie kennen.

Amon - Mein Großvater hätte mich erschossen

Sonntag, 20. Januar 2019

11:00 - Matinee - Veranstaltung, KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Jennifer Teege. Foto: Thorsten Wulff

Es ist ein Schock, der ihr ganzes Selbstverständnis erschüttert: mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege durch einen Zufall, wer sie ist. In einer Bibliothek findet sie ein Buch über ihre Mutter und ihren Großvater Amon Göth. Millionen Menschen kennen Göths Geschichte. In Steven Spielbergs Film "Schindlers Liste" ist der brutale Kommandant des KZ Krakau-Plaszów der Saufkumpan und Gegenspieler des Judenretters Oskar Schindler. Göth war verantwortlich für den Tod tausender Menschen und wurde 1946 gehängt. Seine Lebensgefährtin Ruth Irene, Jennifer Teeges geliebte Großmutter, begeht 1983 Selbstmord.
Jennifer Teege ist die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Sie wurde bei Adoptiveltern groß und hat danach in Israel studiert. Jetzt ist sie mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, das sie nicht mehr ruhen lässt. Wie kann sie ihren jüdischen Freunden noch unter die Augen treten? Und was soll sie ihren eigenen Kindern erzählen? Jennifer Teege beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit. Sie trifft ihre Mutter wieder, die sie viele Jahre nicht gesehen hat.

Gemeinsam mit der Journalistin Nikola Sellmair recherchiert sie ihre Familiengeschichte, sucht die Orte der Vergangenheit noch einmal auf, reist nach Polen und Israel. Schritt für Schritt wird aus dem Schock über die Abgründe der eigenen Familie die Geschichte einer Befreiung.

Im September 1944 gelangten einige jüdische Häftlinge aus dem KZ Plaszów über Natzweiler in die Neckarlager. Ihre Geschichte wird in einer eigenen Veranstaltung am 24. Februar erzählt.