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KZ-Gedenkstätte
Neckarelz e. V.

Bild neue KZ-Gedenkstätte

30 mal 30 mal 3!

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

Blick Hof. wir wenden uns heute an Sie, weil wir glauben, dass Sie das Bauprojekt der KZ-Gedenkstätte in Neckarelz mit Interesse und Wohlwollen verfolgen.

Wie Sie vielleicht wissen, haben in den Sommerferien 2010 die Bauarbeiten begonnen. Im Folgenden wollen wir einige Fragen beantworten, die Sie sich in diesem Zusammenhang vielleicht schon gestellt haben. Und wir möchten uns mit einer großen Bitte und einem Vorschlag an Sie wenden.

Wo stehen wir heute?

Das Obergeschoss der ehemaligen Comenius-Schule wurde abgerissen, das Untergeschoss mit einer massiven Betondecke versehen. Dies geschah unter der Bauherrschaft der Stadt; ebenso werden unter deren Regie nunmehr die Sanierungsarbeiten im Untergeschoss weitergeführt. Der Verein hat am 4. Oktober mit dem Bau das Obergeschosses begonnen, also dem Holzständerhaus auf der neuen Betondecke. Es wird zunächst im Rohbau fertiggestellt, die Gesamtanlage mit dem Lamellenzaun umgeben und das darüber liegende Dach gedeckt.

Was fehlt noch?

Doch dann werden die Arbeiten am Obergeschoss zunächst ins Stocken geraten – denn noch fehlt der Schluss-Stein der Finanzierung für den Innenausbau. In Ziffern sind das ca. 50 000 Euro – bei einer Gesamtsumme des Projekts von insgesamt 515.000 Euro also weniger als 10 %.

Sie ahnen vielleicht schon, dass unsere Bitte damit im Zusammenhang steht...

Aber bestimmt wollen Sie wissen:

Warum haben wir dann überhaupt angefangen?

Pavillon 1. Die neue Gedenkstätte ist ein komplexes Vorhaben, das aus vielen Fördertöpfen gespeist wird. Die Arbeiten mussten begonnen werden, um einen bereits zugesagten großen Zuschuss nicht zu verlieren, für den nur ein bestimmtes Zeitfenster offen stand.

Wie sieht es mit der Ausstellung aus?

Das Konzept für die Ausstellung steht. Und sie ist auch schon – durch Fördergelder aus vier verschiedenen Töpfen – finanziert! Und zwar für beide Stockwerke.

Wir erarbeiten sie selbst und werden auch Ausstellungsarchitektur und Präsentations-Elemente im Wesentlichen selbst bauen. Geld fehlt also nur beim Haus. Und ohne Haus keine Ausstellung.

Vielleicht taucht in Ihnen jetzt schon die Frage auf:

Was kann getan werden, um die noch bestehende Finanzlücke zu schließen?

Die Aufnahme eines Kredits scheidet aus, da wir in Zukunft ja die laufenden Kosten des Gebäudes zu zahlen haben werden. Da ist die zusätzliche Rückzahlung eines Kredits einfach zuviel Belastung.

Doch eine, ein bisschen ungewöhnliche, Möglichkeit gäbe es doch. Und das ist unsere Bitte und unser Vorschlag an Sie:

Werden Sie Mitglied in einer »Leih- und Schenkgemeinschaft« der GLS-Bank für die KZ-Gedenkstätte Neckarelz!

Sie können sich darunter nichts vorstellen? Das ging uns bis vor kurzem auch so. Doch dann haben wir die »Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken« (GLS) entdeckt. Sie fördert ausschließlich gemeinnützige Projekte im ökologischen, sozialen und kulturellen Bereich.

Sie bietet, als einzige Bank in Deutschland, für die Finanzierung solcher Projekte folgendes an: eine Kreditsumme, sagen wir, 30 000 Euro, wird dem Projektträger, z.B. einem Verein, zur Verfügung gestellt. Die Rückzahlung des Kredits erfolgt aber nicht durch den Verein, sondern durch viele einzelne Menschen, die sich zu einer »Leih- und Schenkgemeinschaft« zusammenschließen. Damit wird das Darlehen auf viele Schultern verteilt und somit »tragbar«.

Für einen solchen Kredit erhebt die Bank keine Zinsen im klassischen Sinn, sondern eine Bearbeitungsgebühr, sie beträgt derzeit 3 %. Alle notwendigen technischen Angaben finden Sie im beigelegten Infoblatt der GLS.

Die magische Formel: 30 mal 30 mal 3!

Wir suchen 30 Menschen, die bereit sind, dem Projekt über drei Jahre hinweg monatlich knapp 30 Euro, genauer gesagt 27,79 Euro im Rahmen einer solchen Gemeinschaft zu spenden. Damit erbringt jede/r ein Dreißigstel des Gesamtdarlehens, also 1.000 Euro. Die Monatsrate bildet eine überschaubare Belastung, die Summe indes eine großzügige Spende, die den SpenderInnen jedes Jahr mit einer anteiligen Spendenquittung bescheinigt wird. Für den Verein würde sofort eine Summe von 30.000 Euro zur Verfügung stehen.

Wir wären sehr froh, wenn wir Sie für die Idee und die Gemeinschaft gewinnen könnten. Vielleicht kennen Sie noch jemanden, dem Sie die Idee weitererzählen möchten oder den wir anschreiben können?

Wenn wir Sie überzeugen konnten, dann bitten wir Sie, uns beiliegendes Blatt per Post oder Fax bis zum 15. November zukommen zu lassen. Wichtig: er ist noch nicht der Kreditvertrag, sondern bekundet nur ihr verbindliches Interesse. Anfang Januar soll dann die Leih- und Schenkgemeinschaft gegründet werden.

Mit großem Dank im Voraus und besten Grüßen

pdfDie Leih- und Schenkgemeinschaft der GLS Bank

pdf Haben Sie Interesse an der Leih- und Schenkgemeinschaft? – Dann teilen Sie und dies mit.

Wir beantworten gerne auch Ihre weiteren Fragen.

Weitere Informationen finden Sie rechts oben auf dieser Seite.

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