Hans Jürgen Klumb, Richard Lallathin, Dorothee Roos und Verena Unmüßig vom Verein KZ-Gedenkstätte Neckarelz nahmen am 65. Kongress der französischen KZ-Überlebenden von Dachau teil. Er fand in diesem Jahr in Compiègne (ca. 100 km östlich von Paris) statt. An diesem Ort bestand von 1941 bis 1944 ein großes Sammellager, in welchem vor allem politische Häftlinge aus ganz Frankreich zusammengezogen wurden. Vom Bahnhof aus wurden sie dann nach Deutschland in verschiedene KZs deportiert.
Am 2. Juli 2010 jährte sich die Abfahrt des sogenannten »Todeszuges« zum 65. Mal. Er sollte 2 152 Menschen ins Lager Dachau bringen; unterwegs starben bei glühender Hitze über 500 von ihnen. Etwa 1000 der Überlebenden des Todeszugs wurden dann am 23. Juli 1944 in die Lager Neckarelz und Neckargerach weitergeschickt.
Die Delegation aus Neckarelz begegnete in Compiègne noch sechs Überlebenden dieser beiden Transporte. Mit General a. D. André
Delpech, Dr. André Fournier, Dr. André Gaillard, Yves Meyer, Jean Samuel und Jean Thomas gab es intensive und herzliche
Begegnungen, ebenso mit Louis Guénéguès, der mit einem anderen Transport nach Neckargerach gekommen war.
Während eines Kolloquiums mit dem Titel »Zwischen Emotion und Geschichte« stellte Dorothee Roos Leitlinien des Ausstellungskonzepts in Neckarelz vor (Text auf Deutsch, Text auf Französisch).
Überlebende des »Todeszugs« am Bahnhof von Compiègne. Sechs von ihnen waren KZ-Häftlinge in den »Neckarlagern«. (Bild rechts)
Ab 26.01. jeden Sonntag von 14 - 17 Uhr geöffnet.