Auf Einladung des Vereins KZ-Gedenkstätte besuchte Peter Hauk, Landwirtschaftsminister
und Landtagsabgeordneter des Neckar-Odenwald-Kreises, die Dauerausstellung zur Geschichte der
sogenannten »Neckarlager«. Doch ging es dabei weniger um die Geschehnisse des
letzten Kriegsjahres, in welchem im Elzmündungsraum KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter
für die unterirdische Rüstungsfabrik »Goldfisch« arbeiten mussten.
Thema war vielmehr die räumliche Zukunft der KZ-Gedenkstätte. Sie ist, nach dem Abriss des alten Gebäudes, derzeit in einem Klassenzimmer der Comenius-Schule untergebracht. Dies erlaubt zwar nach wie vor pädagogische Arbeit und den Empfang von Schulklassen und Gruppen, doch laufen bereits die Planungen für die Zeit nach dem Auslaufen der Comenius-Schule.
Vereinsvorsitzende Dorothee Roos und das Planungsteam der Gedenkstätte erläuterten dem Minister die Pläne des Architekten Andreas Maria Lang sowie die museographische und pädagogische Konzeption. Forstdirektor i.R. Werner Kramer wies auf die internationale Ausstrahlung der Arbeit der Gedenkstätte und auf die gute Zusammenarbeit mit dem Maximilian-Kolbe-Werk hin, die es weiterzuführen gelte. Konrad Pflug vom Referat »Geschichte und Verantwortung« der Landeszentrale für politische Bildung, der eigens aus Stuttgart gekommen war, wies ebenfalls auf die europäische Vernetzung sowie die Verbindung mit dem Memorial Natzweiler-Struthof in Frankreich hin.
Der Minister zeigte sich angetan und gab wertvolle Hinweise zu den Finanzierungsmöglichkeiten des Umbaus, die dem Verein derzeit viel Kopfzerbrechen verursachen. Er sagte zu, die Möglichkeit einer Teil-Förderung nach dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zu prüfen und das Projekt, das eine Bereicherung der Museumslandschaft des Kreises verspreche, auch weiterhin zu begleiten.